Pilgergruppen

Allgemeine Entwicklung

Pilgergruppen pilgern nach Walldürn

Mit dem Ereignis aus dem Jahre 1330 und der Kunde von dem Blutwunder in Walldürn, setzte der Zulauf von Gläubigen zum Gnadenort in den Odenwald ein. In diesen 680 Jahren hat die Heilig-Blut-Verehrung bis heute in das 21. Jahrhundert nichts an ihrer Aktualität und Popularität verloren.Unzählige Pilgerinnen und Pilger aus dem In- und Ausland kamen seither zur Verehrung des Blut-Corporales nach Walldürn und werden dies auch in der Zukunft tun. Dabei sind es vor allem aber auch die zahlreichen Fußwallfahrten, die sich Jahr für Jahr auf den Weg machen, und damit das Geschehen der vierwöchigen Hauptwallfahrtszeit prägen. Heute kann man von rund 120 Fußwallfahrten ausgehen, die oft auch mehrere Tage nach Walldürn unterwegs sind.Bereits im 16. und 17. Jahrhundert haben sich die Menschen, oft auf Grund eines Versprechens, in organisierten Fußwallfahrten auf den Weg gemacht und halten diese Tradition bis heute aufrecht.

Begrüßung am Stadteingang durch Ministranten und Vertreter der Wallfahrtsleitung

Alle angemeldeten Pilgergruppen werden, soweit möglich, von den Ministrantinnen und Ministranten an den einfallenden Stadteingängen von Walldürn abgeholt und feierlich zur Wallfahrtsbasilika geleitet. Dies ist eine Geste, die die Walldürner Wallfahrtsleitung in Ehre hält und auch den Ausdruck eines Herzlichen Willkommensgrußes gegenüber den Pilgergruppen bekundet.

Pilgergruppen stellen sich vor

Die unten aufgeführten Pilgergruppen sind nur eine Auswahl der zu uns kommenden Gruppen. Mit einem Klick auf die jeweiligen Städte und Gemeinschaften erhalten Sie nähere Informationen zu den Wallfahrtsgruppen bzw. deren Ablauf (Der Inhalt wird von den einzelnen Gruppen zur Verfügung gestellt).


Ihre Pilgergruppe ist nicht aufgelistet?

Hinweise für Pilgerführer

Wir würden uns freuen, auch Ihre Pilgergruppe auf dieser Seite präsentieren zu dürfen. Damit wir Ihre Pfarrei bzw. Pilgergruppe einpflegen können, treten Sie bitte mit uns über das Kontaktformular in Kontakt und Sie erhalten weitere Informationen hierzu.

Vielen Dank für Ihre Mithilfe!

 


Die Anmeldung von Pilgergruppen ist über die offizielle Webseite der Röm.kath. Kirchengemeinde Walldürn möglich.

Anmeldeformular für Pilgergruppen

Pilgergruppen aus der Region (Umkreis: 50 km):


Pfarreiengemeinschaft „Um den Gotthard“


Die gemeinsame Wallfahrt der Pfarreiengemeinschaft „Um den Gotthard“ im Odenwald gibt es seit 2010. Die einzelnen Pfarreien Amorbach, Schneeberg und Wallfahrt hatten zuvor eine lange Tradition eigener Wallfahrten nach Walldürn mit zum Teil anderen Terminen.Die jetzige Fußwallfahrt findet immer am zweiten Samstag nach Fronleichnam statt. Die Schneeberger Musikanten und einzelne Weilbacher Musiker begleiten die Wallfahrt musikalisch. In jedem zweiten Jahr gestaltet der Schneeberger Musikverein das feierliche Hochamt an diesem Samstag um 9:30 Uhr in der Wallfahrtsbasilika zum Heiligen Blut.

Ablauf der Wallfahrt:


4:15 Uhr Aufbruch der Weilbacher Pilger an der Pfarrkichre in Weilbach
4:45 Uhr Treffen mit den Amorbacher Wallfahrern am Rot-Kreuz-Haus
5:15 Uhr Pilgersegen für die Schneeberger Wallfahrer in deren Pfarrkirche
6:20 Uhr Frühstück in Sporthalle in Walldürn-Rippberg
9:00 Uhr  Abholen der Wallfahrer am Geriatriezentrum in Walldürn
9:30 Uhr  Hochamt in der Wallfahrtsbasilika
13:30 Uhr Andacht zu Ehren des Hl. Blutes in der Basilika

Die Rückfahrt zu den Ausgangsorten (Weilbach, Amorbach und Schneeberg) wird individuell gestaltet. Auch die Rückfahrt mit der WestFrankenBahn ist möglich. Der Bahnhof in Walldürn ist ca. 1 km von der Basilika entfernt.

Informationen zur Wallfahrt: Marcus Schuck, Pastoralreferent: marcus.schuck@bistum-wuerzburg.de , Tel. 09373 1316

Fußwallfahrt von Neubrunn nach Walldürn


 

Nachweisbar ist Neubrunn unter den Orten erwähnt, die 1775 in der Oktav von Fronleichnam nach Walldürn kamen. Der genaue Zeitpunkt, wann zum ersten Mal die Wallfahrt nach Walldürn durchgeführt wurde, ist nicht bekannt. Nach entsprechender Ankündigung ist meist am 2. oder 3. Wochenende die Wallfahrt durchgeführt worden. Seit 1974 ist sie immer am letzten Wallfahrtswochenende.

Die Beteiligung an der Fußwallfahrt liegt bei 50 bis 70 Personen.Für die meisten ist die regelmäßige Teilnahme eine Selbstverständlichkeit.

Wallfahrtsordnung: Samstag
02.00 Uhr Morgengebet und Verabschiedung durch Pfarrer Don Stephan
06.00 Uhr Rast an der Kapelle Külsheim - Panzerstraße
09.00 Uhr Walldürn - feierlicher Einzug mit Segen
14.30 Uhr Andacht der Neubrunner Wallfahrer an der Grotte
20.00 Uhr Nach der Andacht Teilnahme an der Lichterprozession


Wallfahrtsordnung: Sonntag
07.00 Uhr Pilgermesse
13.15 Uhr Abschlusssegen
16.00 Uhr Rast in Gamburg
19.00 Uhr Abholung der Wallfahrer in Neubrunn


Wallfahrtsordnung: Montag
19.00 Uhr Neubrunn - Gottesdienst nach Meinung der Wallfahrer

Bedauerlicherweise lassen sich die Daten für die Anschaffung der Wallfahrtsfahnen nicht festlegen. Eine uns bekannte Fahne stammt aus dem 18. Jahrhundert. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde eine neue Fahne angeschafft, die im Jahr 1971 durch eine neue ersetzt wurde.

 


Kontakt
Christa Rupprecht (Pilgerführerin) Schulbrunnenstraße 17a 97277 Neubrunn
Telefon (0 93 07) 99 09 30

Bilder

Gruppenbild der Neubrunner Pilgergruppe
Neubrunner Pilgergruppe mit Ministranten
Neubrunner Pilgergruppe mit Ministranten
Pilgergruppe Neubrunn auf dem Weg nach Walldürn
Silberbild

Rückblick des 1. Pilgerführers Robert Wengerter


Zur Geschichte der Wallfahrt zum Hl. Blut von Walldürn kann folgendes berichten werden:

Die ersten Walldürnpilger aus Großwallstadt haben sich der Wallfahrt aus Aschaffenburg angeschlossen. Später haben die Großwallstädter eine eigene Wallfahrt, nach Walldürn bei ihrem Landesherren dem Kurfürsten und Fürstbischof von Mainz beantragt und genehmigt bekommen.

Seit über 200 Jahren (vor der Säkularisation) gehen somit die Großwallstädter nach Walldürn. Ununterbrochen (70 Jahre) pilgern die Großwallstädter seit Ende des 2. Weltkrieges nach Walldürn.

Vom Vorgänger bekam Robert Wengerter dazu Folgendes erzählt:
(Es muss unmittelbar nach Kriegsende 1945 gewesen sein).

Der damalige Pfarrer von Großwallstadt Pfarrer Hennig sprach unterhalb der Kirche Alois Hartlaub an: „ Herr Hartlaub was wir jetzt brauchen ist ein Führer und eine Fahne für die Wallfahrt nach Walldürn!“.

Nachdem noch keine Züge fuhren bereiteten sich die Großwallstädter auf die Wallfahrt vor. Als Verpflegung für unterwegs wurde ein Laib Brot in einem feuchten Tuch in ein Rucksack eingepackt. 1945 wurde ein Tag nach Walldürn gelaufen, ein Tag blieben sie dort und am dritten Tag wurde die ganze Wegstrecke wieder zurückgelaufen.

1945 waren wir von den Amerikanern besetzt, Straßensperren durch die Militärs waren üblich. Viele Menschen waren nach Kriegsende auf der Flucht und wollten nur noch heim. So ging es auch einigen Zivilisten und ehemaligen Soldaten die bei Miltenberg wegen der Straßensperren nicht weiter gehen konnten.

In Ihrer Not baten sie die herankommenden Großwallstädter Pilger sich in deren Pilgergruppe einreihen zu dürfen. Die Großwallstädter stimmten zu und die Fremden wurden so als Großwallstädter durch die Straßensperren hindurch geschmuggelt. In ausreichender Entfernung nach der Sperre bedankten sie sich bei der Großwallstädter Pilgerschar und zogen wieder ihre eigenen Wege weiter.

In den darauffolgenden Jahren fuhren die Großwallstädter mit der Fähre über den Main nach Kleinwallstadt zum Bahnhof und mit dem Zug nach Miltenberg weiter. In der Kapuzinerkirche in Miltenberg gab es einen Gottesdienst und danach ging es die Steige (Stasch) nach Wenschdorf hoch, die Taschen, das Gepäck, wurde getragen, denn es gab kein Begleitfahrzeug.

Etwa 1974 wurde Robert Wengerter von Alois Hartlaub gebeten ihm als Pilgerführer nachzufolgen. Damals gingen gut 20 Personen mit nach Walldürn. Über 200 Personen waren wir als unser damaliger Pfarrer Friedbert Simon für die Wallfahrt als Pfarrwallfahrt warb.

2014 wurde ein Verein gegründet der nicht nur die Wallfahrt zu Heiligen Blut nach Walldürn, sondern auch alle Belange der Pilger und der Gläubigen bearbeitet und natürlich auch organisiert. Zur Zeit hat der Verein: „Wallfahrtsverein zum Hl. Blut in Walldürn -Walldürnpilger Großwallstadt-“ 30 aktive Mitglieder. 

Zum 70. Mal in ununterbrochener Folge nach dem 2. Weltkrieg pilgerten die Großwallstädter am Samstag, 30. Mai 2015 nach Walldürn zum Heiligen Blut. Am Dreifaltigkeitssonntag, 31. Mai, nach dem Mittagessen ging es wieder von Walldürn zurück nach Großwallstadt. Pilgerführer sind Robert Wengerter und Ralf Hartmann.

Ablauf der jährlichen Wallfahrt nach Walldürn:


Die Pilger treffen sich immer am Samstag vor dem Dreifaltigkeitssonntag um 6.30 Uhr in der Großwallstädter Kirche zum Morgengebet und Pilgersegen. Unter Begleitung der Musikkapelle wird anschließend durch die Haupt- und Obernburger Straße zum Alten Brunnen gezogen. Dort stehen Busse für den Transport zur Wenschdorfer Höhe bei Miltenberg bereit. Jene Pilger, welche die ganze Wegstrecke ab Großwallstadt zu Fuß zurücklegen wollen, sind bereits kurz nach Mitternacht am Marienplatz abmarschiert.

Auf befestigten Straßen sowie Feld- und Waldwegen ziehen die Wallfahrer betend und singend zur Basilika nach Walldürn. Auf halber Wegstrecke in Gottersdorf gibt es eine Rast. Ein Begleitfahrzeug für den Gepäcktransport sowie für Verschnaufpausen begleitet die Gruppe. Die reine Gehzeit beträgt zweimal jeweils etwa eineinhalb Stunden.

Direkt nach der Ankunft in Walldürn gegen 12:15 Uhr wird für alle Pilger eine heilige Messe gefeiert. Am späten Nachmittag steht ein Bus für die Rückfahrt bereit. Listen für die Fahrt mit den Bussen liegen in der Kirche am Schriftenstand zur Eintragung bereit.

Am Dreifaltigkeitssonntag, 31. Mai, beginnt um 8:00 Uhr die Pilgermesse für alle lebenden und verstorbenen Pilger aus Großwallstadt und Umgebung in der Basilika von Walldürn.

Am Sonntag-Nachmittag gegen 13.15 Uhr pilgern die Großwallstädter wieder über Gottersdorf nach Großwallstadt zurück. Gemeinsam mit den von Köln kommenden Walldürnpilgern ziehen beide Gruppen zur feierlichen Abschlussandacht in die Großwallstädter Kirche ein. Dazu sind auch Gläubige aus Nachbargemeinden eingeladen.

 

Kontakt, Anmeldung und Informationen:

Horst Wenderoth
Telefon:  06022 24389
Telefax:   06022 654865
Mobil:      0171 3555011
E-Mail:    Horst.Wenderoth@Kabelmail.de



Bilder

Die Pilgergruppe ist auf dem richtigem Weg
Die Pilgergruppe ist auf dem richtigem Weg
Gottersdorf Richtung Golfplatz
Rast in Gottersdorf
Walldürnpilger vor der Basilika
Abschlussandacht mit Kölner Fußwallfahrt
Walldürnpilger Großwallstadt auf dem Rückweg
Walldürnpilger Großwallstadt auf dem Rückweg

Die Mergentheimer Wallfahrt nach Walldürn


1630 findet sich im Rechnungsbuch der Stadt der Eintrag:

„1fl ist dem Thomas Teicher Schulmeister, verehrt als sie nach Waltthürn wallt, dem Schmieg, so die Fahnen getragen"

 

Nachweisbar wallen also die Mergentheimer seit mindestens 381 Jahren nach Walldürn. Unterstellen wir, dass mit diesem Eintrag nicht der Beginn der Mergentheimer Wallfahrtstradition markiert wird, sondern dass die Wallfahrt bereits Bestand hatte, was im Übrigen auch der zunehmende Bekanntheitsgrad Walldürns um 1620 nahelegt, kann unsere Wallfahrt sicher in den Kreis derer aufgenommen werden, die seit gut 400 Jahren zum Heiligen Blut wallen.

Diese große Tradition ist natürlich auf die Tatsache zurückzuführen,dass Mergentheim als Sitz des Deutschen Ritterordens bis 1809 nahezu rein katholisch war und die Deutschherren ihren Bürgern das Wallfahren gewährten. Wir erfahren aber aus den Büchern, dass diese „Gewährung“ im Verlauf der Jahrhunderte von Duldung, über freudige Unterstützung bis hin zur völligen Ablehnung reichen konnte.

Seit ihrem Anbeginn schien die Wallfahrt trotz Kriegszeiten bis 1679 gepflegt worden zu sein. In jenem Jahr jedoch musste sie wegen erneuter Kriegsunruhen für längere Zeit eingestellt werden. 1719 entsprach dann der damalige Hoch- und Deutschmeister Franz Ludwig der  vorgetragenen Bitte der Mergentheimer, die Wallfahrt wieder aufnehmen zu dürfen. Er unterstreicht in seinem Antwortschreiben, dass er all dem, was zur Ehre Gottes gereiche, keineswegs entgegenstehe und er „solcher erbaulichen Andacht allen Vorschub zu leisten geneigt sei“. So wird denn auch das frühe 18.Jh. zur großen Zeit unserer Mergentheimer Wallfahrt nach Walldürn. Mit dem Allerheiligsten hat man die Pilger aus der Stadt geleitet und unter großer Anteilnahme der Bevölkerung am nächsten Tag bei der Rückkehr mit dem Geläute aller Glocken auch wieder empfangen.

Die Aufklärung brachte erneut für einige Jahre eine Einstellung der Wallfahrt. 1788 verbot Hoch- und Deutschmeister Maximilian das Wallfahren „aufs Schärfste“, sah er doch darin „auch für das Christentum daraus entspringenden, schädlichen Müßiggang“.

Unter seinen Nachfolgern Erzherzog Karl und Erzherzog Anton Viktor (1801/1804) dürfte die Wallfahrt aber wieder aufgenommen worden sein.
1809 endete dann die Herrschaft des Deutschen Ordens in Mergentheim, denn die Stadt kam durch napoleonischen Machtspruch zu Württemberg. Obwohl die württembergische Herrschaft protestantisch war, konnte die damals noch überwiegend katholische Bürgerschaft ihre Wallfahrtstradition, allerdings mit offensichtlich abnehmenden Teilnehmerzahlen, weiterführen. Dennoch ist sie seit dieser Zeit, bis heute, ununterbrochen nachgewiesen.

1914 wurde in Bad Mergentheim der Walldürner Wallfahrtsverein gegründet: „zur Ehre des Heiligen Blutes, damit sich die Prozession wieder hebt“, wie in der Urkunde vermerkt ist. Auch in der Ära des Nationalsozialismus hatten die Mergentheimer den Mut, ihre Wallfahrt zu pflegen. Allein 1944 musste sie wegen Tieffliegergefahr ausgesetzt werden. Heute ist sie fester Bestandteil des religiösen Lebens unserer Stadt und sieht jährlich zwischen 150 und 200 Pilger auf dem Weg nach Walldürn.

Eine Besonderheit der Mergentheimer Wallfahrt zum Heiligen Blut sind die sieben Fußfälle, die die ganze Prozession jeweils auf die Knie fallen lässt und mit denen die fünf heiligen Blutvergießungen, die der heiligen Schulter und des dornengekrönten Hauptes verehrt werden. Diese Fußfälle sind seit der Mitte des 17.Jh. nachgewiesen.

Stolz können wir Mergentheimer auch auf alte Wallfahrtsbücher verweisen, deren Ältestes aus dem Jahre 1775 datiert. In diesen Wallfahrtsbüchlein wurden die zwischen den einzelnen Ortschaften zu betenden Andachten, Litaneien und Rosenkränze genau festgelegt. In dieser Tradition stehend,  haben sie teilweise heute noch Bestand. Auch die alten Wallfahrtslieder, vor allem jene, die die Mutter Gottes besingen - Mergentheim selbst war ja Marienwallfahrtsort und erfleht die Hilfe der "Mutter von ganz Mergenthal" - erfahren akribische Pflege und wurzeln ebenfalls in Jahrhunderte alter Tradition.

Die Mergentheimer Wallfahrt findet alljährlich am 3. Wochenende nach Fronleichnam statt. Abgang der Wallfahrer ist am Samstagmorgen um 2 Uhr an der Stadtkirche und gegen 13 Uhr werden sie in Walldürn empfangen.

Den Rückweg treten die Pilger am Sonntagmorgen an und abends gegen 21 Uhr holen die Mergentheimer ihre „Waller“ am Trillberg ab, um sie in die Stadt zu begleiten. Dies erfolgte früher in einer feierlichen Lichterprozession, was seit Einführung der Sommerzeit leider nicht mehr möglich ist.

 

Weg der Mergentheimer Wallfahrt (ca. 40 km):

 

Bad Mergentheim – Dainbach - Unterschüpf – Oberschüpf – Lengenrieden – Kupprichhausen – Buch am Ahorn – Gerichtstetten – Erfeld – Waldstetten – Walldürn

 

Weitere Infos zu unserer Wallfahrt unter: http://www.mergentheimer-wallfahrtverein.de

 


Bilder

Bad Mergentheim-Banner
Fußfall-Liedblatt
Fußfall-heute
Wallfahrtsflyer von 1775
Bad Mergentheimer Pilgergruppe früher

Löffelstelzen

Bei der Restaurierung unser Wallfahrtsfahne 1990 ist uns mitgeteilt worden, dass das Blutskorporale auf der Fahne über zweihundert Jahre alt sein soll.  So nehmen wir an, dass unsere Wallfahrt schon über 200 Jahre alt ist.

Auch während der Kriege konnte die Fußwallfahrt zum heiligen Blut nach Walldürn unter großen Mühen und Nöten aufrecht erhalten werden.

So pilgert jedes Jahr eine stattliche Zahl an Gläubigen zum hl. Blut nach Walldürn. Wir sind eine kleine Gemeinde, doch die Pilgerzahl liegt, zwischen 70 und 90 Fußpilger. Unsere Wegstrecke liegt einfach bei 42 km, also insgesamt 84 km. Abgang  ist Samstags um 2.00 Uhr in der früh, und am Sonntag gegen 20.15 Uhr werden wir von der Pfarrgemeinde an der Hl. Blut Kapelle abgeholt, und in unsere Dorfkirche zur Heiligsten Dreifaltigkeit bekleidet.

Im Jahre 2002 wurde dann der Walldürner Wallfahrtsverein Löffelstelzen e.V. ins Leben gerufen.

Im Jahre 2014/15 erbaute der Walldürner Wallfahrtsverein e.V. eine Hl. Blut Kapelle, welche  unter großer Beteiligung der Bevölkerung  von Löffelstelzen und Umgebung durch Dekan Skobowsky, Diakon Bernhard Weiß und Wallfahrtspfarrer Pater Josef aus Walldürn feierlich eingeweiht wurde.


Alles weitere von unseren Fußwallfahrten nach Walldürn können Sie in unserer Homepage www.wallfahrtsverein.de nachschauen.


Bilder

Pilgergruppe unterwegs
Pilgergruppe unterwegs
Quelle: Pilgeruppe Löffelstelzen
Blutbild
Quelle: Pilgergruppe Löffelstelzen
Hl. Blut Kapelle
Quelle: Pilgergruppe Löffelstelzen
Einweihung d. Hl. Blut Kapelle

Pilgergruppen aus dem Umkreis von bis zu 100 km:


Bereits Anfang des 17. Jahrhunderts pilgerten Christen aus Mömbris im Kahlgrund (Dekanat Alzenau, Diözese Würzburg) nach Walldürn. Damals und bis 1925 vermutlich meist gemeinsam mit Aschaffenburger Wallfahrern. Mit seiner Gründung 1925 nahm der Wallfahrerverein Mömbris die Organisation der Walldürn-Wallfahrt in die Hand.

Heute machen sich immer am Freitag nach Pfingsten die Pilgerinnen und Pilger aus Mömbris (und mittlerweile auch aus der weiteren Umgebung) auf den Weg nach Walldürn

Bis zu vier Tage nehmen sich die meisten Teilnehmer/-innen Zeit für die insgesamt etwa 98 km quer durch den Spessart. Drei Tage – mit Zwischenstationen in Roßbach und Großheubach – sind wir unterwegs bis wir am Sonntagnachmittag in Walldürn ankommen. Einige stoßen auch erst am Samstag oder Sonntag zu uns oder kommen am Montag zu unserem feierlichen Hochamt.

So finden oft bis zu 500 Wallfahrerinnen und Wallfahrer zu Fuß, mit dem Bus oder auch im Rahmen der Fahrrad- oder Krankenwallfahrt den Weg nach Walldürn.

Am Montagnachmittag fahren wir dann mit Bussen nach Goldbach, die letzten 12 Kilometer bis Mömbris legen wir noch einmal gemeinsam zu Fuß zurück.

Neben dem Gottesdienst am Montag ist seit einigen Jahren ein musikalisches Abendgebet am Sonntagabend in der Wallfahrtsbasilika ein Höhepunkt unserer Wallfahrt. Der musikalische Beitrag einer Band, eines Chores oder einer Musikkapelle und die Texte verschiedener Personen machen es leicht, Gott mitten unter uns zu erspüren.

Organisiert und gestaltet wird unsere Wallfahrt in der Regel von Laien. Verschiedenste Gruppierungen oder auch Einzelpersonen prägen Teile des Weges durch vorbereitete Texte, Lieder und Gebete. Dazu gehören z. B.: Jugendliche, junge Erwachsene, KAB, Senioren, Arbeitskreis Soziales und Mission-Entwicklung-Frieden und die Wallfahrtsleitung. Sie orientieren sich dabei an einem jährlich wechselnden Thema, das sie demokratisch wählen.
Musikalisch unterstützen uns eine Gruppe Gitarristinnen und der Musikverein „Harmonie“ Strötzbach.
Bewusst integrieren wir auch Zeiten der Stille oder des Austausches untereinander.
Auf diese Weise entsteht eine bunte Vielfalt von traditionellen und modernen Impulsen, so dass sicher jede/-r TeilnehmerIn etwas  Ansprechendes mit in seinen Alltag hinein tragen kann.
Um das „Drumherum“ (Einkehr, Übernachtung, Gepäcktransport, Fußpflege...) kümmert sich ein Team fleißiger Helferinnen und Helfer, so dass wir uns gut versorgt wissen.

 

Neugierig geworden?  besuchen Sie unsere Homepage: www.wallfahrt-moembris.de


Egal, ob Sie katholisch sind oder nicht, ob Sie Ihren Glauben vertiefen wollen oder sich fragend und zweifelnd auf den Weg machen, ob Sie jünger oder älter sind, ob Sie dankend oder bittend unterwegs sein wollen oder uns in Gedanken und im Gebet begleiten möchten... -
 

Wir freuen uns von Ihnen zu hören oder Ihnen zu begegnen!


Bilder

Pilgergruppe unterwegs
Pilgergruppe unterwegs
Abendgebet in der Basilika
Abendgebet in der Basilika

Wallfahrt der Pfarrei St. Wendelin Niedersteinbach / Brücken


 

Wallfahrten aus dem Kahlgrund zum Hl. Blut nach Walldürn werden urkundlich bereits 1746 erwähnt. Bis 1948 gingen die Niedersteinbacher und Brücker mit den Wallfahrten Aschaffenburg bzw. Mömbris. Die erste eigenständige Wallfahrt der Pfarrei St. Wendelin Niedersteinbach wurde 1949 durchgeführt. Seither findet die Fußwallfahrt nach Walldürn in jedem Jahr statt.

Der Charme unserer Wallfahrt liegt in der Pflege der alten Lieder und Gebete, die – ohne Lautsprecher - nur durch große Zahl an Vorbeter/-Innen und Wallfahrtsmusikanten, mitgesungen und –gebet werden können. Ein meditativer Teil und einzelne Stationen runden die Gebetsteile ab, nur hier wird der Lautsprecher eingesetzt.

Jährlich machen sich ca. 250 Pilger, davon ca. 70 Ganzläufer, zur Wallfahrt auf. Sie kommen nicht nur aus dem gesamten Kahlgrund, sondern auch aus dem benachbarten Hessen. Ob Jung oder Alt, alle sind jederzeit herzlich willkommen.

Besonders stolz sind wir auch auf die zahlreichen Kinder und Jugendlichen, die unsere Wallfahrt als Standartenträger, Vorbeter, Helfer oder als „einfacher" Wallfahrer begleiten. Seit den 50er Jahren begleiten unsere Wallfahrt zahlreiche Musiker. Die meisten von ihnen kommen aus unserer Schwesterpfarrei St. Michael Gunzenbach, doch auch aus vielen anderen Orten, so dass die Zahl der Wallfahrtsmusikanten meist bei über 20 Personen liegt.

 

Unser jährliches Wallfahrtsprogramm:


Fronleichnam:
19:00 Uhr Bußandacht in der Pfarrkirche Niedersteinbach, anschließend Beginn der Fußwallfahrt der „Ganzläufer"

 

Rast- und Verpflegungsstellen (Gelegenheit zum Einstieg in die Wallfahrt ist jederzeit möglich):

 

Aschaffenburg-Damm ca. 23:30 Uhr
Freitag nach Fronleichnam:                        
Sulzbach ca. 4:30 Uhr                         
Hofstetten ca. 7:30 Uhr                       
Mechenhard ca. 10:30 Uhr
Paradaismühle ca. 13:00 Uhr
Großheubach ca. 16:30 Uhr (Übernachtung)

Samstag nach Fronleichnam: 
Abfahrt zum Kloster Engelberg bei Großheubach:

Haltestellen der Busse in Kleinkahl, Krombach, Reichenbach, Gunzenbach, Geiselbach, Omersbach, Dörnsteinbach, Brücken, Niedersteinbach, Mömbris, Schimborn, Feldkahl

05:00 Uhr Hl. Messe am Kloster Engelberg, anschließend Frühstück in der Klosterschänke
06:45 Uhr Beginn der Fußwallfahrt mit folgenden Stationen:
08:00 Uhr Miltenberg (Bildstock)
09:30 Uhr Bildstock nach der Steige
11:45 Uhr Gerolzahn (Mittagessen)
12:45 Uhr An der Kirche in Gerolzahn
14:45 Uhr Feierlicher Einzug in die Basilika Walldürn
19:00 Uhr Marienandacht an der Grotte
20:00 Uhr Andacht mit Predigt in der Basilika, anschließend Lichterprozession

 

Sonntag nach Fronleichnam:
07:00 Uhr Pilgermesse
13:00 Uhr Verabschiedung mit Pilgersegen, Auszug zu den bereitstehenden Bussen
14:45 Uhr Kurze Besinnung an der Hohler Grotte
17:00 Uhr Feierliche Abholung an der Strötzbacher Mühle
17:15 Uhr Begrüßung in der Pfarrkirche Niedersteinbach, anschließend gemütliches Beisammensein im Pfarrsaal (Bewirtung durch die Ministranten)

Buswallfahrt – Unser Angebot für Senioren und zum vorsichtigen „Reinschnuppern"

Samstag nach Fronleichnam:

09:45 Uhr Abfahrt nach Gerolzahn zum Mittagessen
12:45 Uhr Kurze Andacht an der Kirche in Gerolzahn, anschließend Weiterfahrt nach Walldürn
15:00 Uhr Feierlicher Einzug in die Basilika Walldürn
17:00 Uhr Pilgeramt für die Buswallfahrer
19:00 Uhr Marienandacht an der Grotte
anschließend Verabschiedung und Rückfahrt

Kontakt und Information:    

Pilgerführer Armin Bathon

Tel. (06029) 7430
Mail: wallfahrer-niedersteinbach@web.de

Homepage: www.pg-mittlerer-kahlgrund.de

unter Pfarreiengemeinschaft/Unsere Pfarreien/ Niedersteinbach/ Wallfahrt nach Walldürn
oder Link: www.pg-mittlerer-kahlgrund.de/nav-pfarreien/niedersteinbach/wallfahrt-nach-wallduerrn/


Bilder

Niedersteinbach-Brücken-Banner
NSB-Text
Pilgergruppe unterwegs

Hanau-Kesselstadt


Geschichte der Hanauer Fußwallfahrt zum Heiligen Blut nach Walldürn

Ein Mitglied der Kirchengemeinde St. Elisabeth in Hanau – Kesselstadt lernte vor ca.30 Jahren die traditionelle Wallfahrt seiner alten Heimatgemeinde Wasserlos – Alzenau zum Hl.Blut nach Walldürn kennen.

Durch die eigenen positiven Erfahrungen und das Weitersagen im Freundeskreis erstand im Jahr 1991 die Idee, die Hanauer Wallfahrt ins Leben zu rufen.

 

Dies war die Geburtsstunde der 1. Hanauer Fußwallfahrt zum Heiligen Blut nach Walldürn

 

Die notwendigen organisatorischen Vorbereitungen wurden mit Hilfe der "Paten" aus Wasserlos getroffen, die Werbetrommel wurde eifrig gerührt, so daß sich am 14. Juni 1992 26 Mitglieder der Pfarrgemeinde St. Elisabeth mit der inzwischen angeschafften und feierlich geweihten Wallfahrtsfahne auf den Weg machten.

 

Seit diesem Jahr, ab 1993 immer am zweiten Samstag nach Fronleichnam, findet unsere Wallfahrt statt.

Das Besondere der Hanauer Wallfahrt ist die Mischung traditioneller, alter Gebete und moderner Texte. Zu erwähnen ist der internationale Rosenkranz, der, je nach Beteiligung, in Polnisch, Russisch, Spanisch, Italienisch, Englisch und Französisch gebetet wird.

Der Tagesablauf sieht wie folgt aus:

Um 4:30 Uhr geht es mit dem Bus von Hanau zum Kloster Engelberg bei Gross – Heubach. Nach dem Wallfahrtsgottesdienst, dem Frühstück und dem Pilgersegen geht es jetzt zu Fuß weiter. Erste Gebetsstation ist die Maria – Hilf – Kapelle im Wald oberhalb von Miltenberg. Durch die Weinberge erreichen wir bald Miltenberg und die  2. Gebetsstation in der Stadt, bevor es die Steige hinauf geht.

 

Nach einer Rast auf der Höhe geht es über Gottesdorf, wo wir Mittagsrast halten, weiter nach Walldürn, wo wir gegen 15:15 Uhr ankommen und am Ortsrand abgeholt werden.

Feierlicher Einzug in die Basilika, Begrüßung und das Pilgeramt, zusammen mit den Seligenstädter Wallfahrern, schließen sich an.

Es folgen das gemeinsame Abendessen, das Gebet an der Mariengrotte, die Blutsandacht, die Lichterprozession und die Verabschiedung.

Nach dem Auszug erfolgt die Rückfahrt mit dem Bus nach Hanau, wo wir gegen 23:00 Uhr ankommen.

Mit dem feierlichen Einzug in unsere Kirche, dem Abschlußgebet, dem Lied „ Leise sinkt der Abend nieder “ und dem Segen unseres Pfarrers beschließen wir diesen immer wieder erfüllten Wallfahrtstag.


Bilder

Pilgergruppe am Walldürner Stadtrand
Pilgergruppe am Walldürner Stadtrand
Quelle: Pilgergruppe Hanau - Kesselstadt

Kist

Zur Geschichte der Wallfahrt nach Walldürn

Nach den Ereignissen im Jahre 1330 in Walldürn, der Anerkennung des Blutwunders im Jahre 1445 durch Papst Eugen IV und der erlassenen Ablassbulle, zog ab dem Jahre 1600 von Würzburg aus ein großer Pilgerzug entlang der Bundesstraße 27 nach Walldürn. Diesem Pilgerzug schlossen sich viele Gemeinden von unterwegs an, so auch sicherlich auch Bürgerinnen und Bürger aus Kist.

Ein Zeugnis davon ist der Heilig-Blut-Bildstock in Gerchsheim aus dem Jahre 1619, an dem die Kister Wallfahrer heute auf ihrem Weg nach Walldürn die 2. Station beten.

Ein Denkmal, das wir als einen Beweis einer eigenen Kister Walldürn-Wallfahrt ansehen können, finden wir erst um die Mitte des 18. Jahrhunderts mit dem Heilig-Blut-Bildstock am Friedhof aus dem Jahr 1750. Wenn man nach diesem Datum gehen würde, so müsste die Kister Walldürn-Wallfahrt eigentlich schon über 265 Jahre zählen.

Aber nach Angaben des früheren Pilgerführers Ludwig Krämer II, die auf mündliche Überlieferung beruht, wurde die Wallfahrt 1890 eingeführt. Die ältestes bildliche Darstellung können nach dem Alter der dargestellten Personen auf das Jahr 1917 datiert werden. Die ausführliche Geschichte der Kister Wallfahrt nach Walldürn ist auf den ersten Seiten des Wallfahrtsbüchleins beschrieben.

Die Kister Walldürn-Wallfahrt wurde immer von rührigen Laien durchgeführt. Soweit bekannt waren als Pilgerführer tätig: Adolf Stößer, Leander Göbel, Ludwig Krämer I, Ludwig Krämer II, Dr. Josef Kuther und Klaus Dieter Philipp (Ehrenpilgerführer), der die Wallfahrt 30 Jahre lang sicher nach Walldürn und wieder zurück nach Kist geführt hat.

Auch heute ist es den Verantwortlichen ein großes Anliegen mit vielen Teilnehmern nach Walldürn zu pilgern. Auch Teilstrecken können von den Interessenten mitgepilgert werden. Es gibt viele Gründe eine Wallfahrt anzutreten und zu beten: Lob, Preis und Dank. Sorgen, Nöte, Ängste. Krankheit, Leiden, Wünsche und Anliegen.

Im Jahr 2016 wird erstmals auch eine Rad-Wallfahrt gleichzeitig zur Fußwallfahrt angeboten, allerdings mit einem anderen Terminplan.

Ablauf der Fußwallfahrt:

Die Kister Walldürn-Wallfahrt beginnt immer am Freitag-Morgen nach Fronleichnam um 4 Uhr mit der Eucharistiefeier in der Pfarrkirche in Kist und kommt am Freitag-Abend gegen 18 Uhr in Walldürn an.

Der Weg führt über Gerchsheim, Großrinderfeld, Tauberbischofsheim, Königheim, Schweinberg, Hardheim nach Walldürn.

Am Samstag-Morgen nach der Pilgermesse, der Andacht an der Mariengrotte, dem Ausbeten der Altäre und der Blut-Andacht führt der Weg wieder zurück bis nach Schweinberg (Übernachtung). Am Sonntag-Morgen geht es dann weiter zurück nach Kist, wo in der Pfarrkirche gegen 16:45 Uhr eine Schlussandacht stattfindet.

Informationen zur Kister Walldürn-Wallfahrt:

Pilgerführer Friedbert Reinhart
Harfenstr. 12,
97270 Kist

Tel: 09306/1540
E-Mail: friedbert-reinhart@web.de

 

Impressionen unserer Fußwallfahrt nach Walldürn:

http://wallfahrt-wallduern.de/html/media/kist.html

Pflaumheim

 

Gemeinsam im Glauben unterwegs - Fußwallfahrt Pflaumheim


Am 17. Juni 1986 machten sich 22 Pilger zum ersten Mal von Pflaumheim aus auf den 60 Kilometer langen Weg nach Walldürn.

Mit den Worten „Ihr habt möglicherweise eine Tradition begründet“, begrüßte Pfarrer Leo Giegerich die Teilnehmer der 1. Pflaumheimer Fußwallfahrt in der Walldürner Wallfahrtsbasilika „Zum Heiligen Blut“.

Die Spuren und Eindrücke, die diese beiden Premierentage bei den Teilnehmern hinterlassen haben, waren so überwältigend, dass sich spontan ein Team von Laien gebildet hat, welches seit 1987 die Pflaumheimer Fußwallfahrt organisiert und durchführt.

In den letzten Jahren hat die Zahl der Wallfahrer stetig zugenommen, so dass sich zuletzt am ersten Tag ca. 80 und am zweiten Tag ca. 120 Teilnehmer beteiligt haben. Viele wurden durch die Begeisterung der Pilger vom Wallfahrtsfieber angesteckt und sind nun gerne zusammen mit uns auf dem Weg.

 

Unsere beiden Wallfahrtstage verlaufen wie folgt:

Tag 1 beginnt um 5.30 Uhr mit einem Aussendungsgottesdienst in unserer Pfarrkirche St. Luzia. Von dort begleiten uns viele Menschen zur Anna-Kapelle und verabschieden uns dort mit gemeinsamem Gebet und Gesang. Der Weg führt uns weiter nach Obernburg und Erlenbach am Main.  Durch die Weinberge erreichen wir Klingenberg, Röllfeld und Großheubach mit dem Ziel des ersten Tages, dem Kloster Engelberg. In Großheubach übernachten wir in Privatquartieren.

Am Tag 2 starten wir in Großheubach um 6.30 Uhr und wallen gut gestärkt nach Miltenberg. Unter der Mainbrücke begrüßen wir die neu hinzu kommenden Teilnehmer mit einem fröhlichen „Laudato si“. Auf den letzten 8 Kilometern begleiten uns ab Gottersdorf eine Schar Kommunionkinder mit ihren Eltern sowie die Ministranten aus unserer Pfarrei. Es ist sehr erfrischend, den jungen Stimmen beim Gebet zuzuhören und zu beobachten wie voller Begeisterung die Fahnen getragen werden, bei den Liedern mitgesungen wird und sogar die Gesätze des Rosenkranzes von den Kindern vorgebetet werden.

Um 14.30 Uhr werden wir dann in Walldürn von einem Priester empfangen und mit Pflaumheimer Ministranten sowie der Pflaumheimer Prozessionsmusik in die Wallfahrtsbasilika begleitet.

Dort werden wir schon von vielen Mitbürgern erwartet, die den Pilgerweg ebenfalls gerne mit uns zu Fuß gegangen wären, aber aus gesundheitlichen Gründen dazu nicht mehr in der Lage sind. Durch Lieder und Gebete sind sie aber trotzdem stets mit uns verbunden sind und kommen durch einen bereit gestellten Bus sowie selbst vereinbarte Mitfahrgelegenheiten immer recht zahlreich zum Pilgeramt, welches wir dann in großer Freude gemeinsam feiern.

 

In den Gesichtern der Fußwallfahrer sieht man dabei nie die Strapazen der beiden Pilgertage sondern ausschließlich die Freude über den gemeinsam zurück gelegten Weg und die erfolgreiche Ankunft in Walldürn.

Nach der Rückfahrt nach Pflaumheim gibt es in der St.-Luzia-Kirche ein feierliches Schlussgebet sowie auf dem Kirchplatz einen von der Pflaumheimer KjG  organisierten Umtrunk zur Verabschiedung.

 

Besondere Zeichen unserer Fußwallfahrt:

  • Ein großes Holzkreuz wurde 1995 zur 10. Fußwallfahrt ab Miltenberg mitgetragen und wird jedes Jahr mit einem kleinen Kreuz mit Jahreszahl ergänzt.
  • Unsere Wallfahrtsfahne wurde von Teilnehmern entworfen und als Seidenmalerei selbst gefertigt.
  • Zur 20. Wallfahrt erhielten 2005 alle Teilnehmer eigens für uns in Bethlehem geschnitzte Hände aus Olivenholz   -  Thema: „Geborgen in Gottes Hand“.
  • Unser „Nagelkreuz“, als Symbol für das Schwere, das wir zum Gnadenort mittragen. Wenn möglich soll dieses von jedem Teilnehmer ein kleines Wegstück getragen werden.
  • Zur 25. Wallfahrt erhielten 2010 alle Teilnehmer ein Handtuch mit Aufdruck.
  • 2012 wurde vom "Schneider Michel" Friedbert Zahn für alle Pilger ein Holzkreuz mit dem Stempelaufdruck "Was ER euch sagt, das tut" angefertigt 
  • 2013 wurden Namensbuttons eingeführt

Für Planung und Durchführung der Wallfahrt ist ein Team von ca. 20 Personen zuständig.

Ansprechpartner:

Lucia  und  Reinhard Heeg   -   E-Mail: reinhardheeg@web.de 

Termin:  Am letzten Wochenende der offiziellen Wallfahrtszeit von Walldürn

Für  2017  ist  dies  am  7. und 8. Juli.

 

Wir hoffen und wünschen, dass die Wallfahrt für alle Teilnehmer stets zu einem tiefen und prägenden Erlebnis wird und freuen uns über jeden, der in Gemeinschaft den Weg mit uns geht.

 

Aktuelle Informationen gibt es unter

www.sankt-luzia-pflaumheim.de/wallfahrt/


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Pilgergruppe Pflaumheim 2016
Pilgergruppe Pflaumheim 2016
Pilgergruppe unterwegs
Pilgergruppe unterwegs
Pilgergruppe unterwegs
Pilgergruppe unterwegs
Pilgergruppe unterwegs
Pilgergruppe unterwegs
Pilgergruppe unterwegs
Pilgergruppe unterwegs
Pilgergruppe unterwegs
Pilgernachwuchs
Pilgernachwuchs

Heidingsfeld

 

Fußwallfahrt von Würzburg-Heidingsfeld nach Walldürn

 Seit 400 Jahren wallfahren von Heidingsfeld Gläubige zum eucharistischen Gnadenort Walldürn. Die Ursprünge der Heidingsfelder Walldürnwallfahrt sind historisch schwer zu rekonstruieren. Mit einer gewissen Sicherheit lässt sich davon ausgehen, dass sie mit der Heimsuchung Würzburgs wie auch Heidingsfelds durch die Pest in den Jahren 1607 und 1608 zusammenhängen. Die Gläubigen suchten seit dem Jahr 1610 ihren Glauben zu stärken und in besonders intensiver Weise zum Ausdruck zu bringen.

Nachdem sich die Heidingsfelder zunächst der großen Würzburger Walldürnwallfahrt angeschlossen hatten, setzten sie nach deren Niedergang aufgrund kriegerischer Konflikte und obrigkeitlicher Verbote die Wallfahrtstradition seit 1864 selbstständig fort. Unterbrochen wurde diese Tradition nur durch die beiden Weltkriege und die unmittelbar mit ihnen zusammenhängenden Umstände. Nach Überlieferung fanden in den Kriegsjahren dennoch Einzelwallfahrten als geheime Unternehmungen statt. Im Jahre 1947 konnte dann wieder die erste große Wallfahrt durchgeführt werden. 

Nach alter Tradition beginnt die Wallfahrt am Fronleichnamstag um 12:00 Uhr in der Pfarrkirche St. Laurentius, Würzburg-Heidingsfeld. Der Weg führt über Klein- und Großrinderfeld nach Tauberbischofsheim zur 1. Übernachtung. Über Königheim, Hardheim und Höpfingen pilgern wir zum Gnadenort. Die Wegstrecke beträgt ca. 60 km. Am Abend des 2. Tages feiern wir in der Walldürner Basilika ein Pilgeramt. Es schließt sich eine Lichterprozession an. Gemütlich klingt der 2. Tag in den Quartieren aus.
Zu Beginn des 3. Wallfahrtstages feiern wir am Gnadenaltar eine Pilgermesse. Am späten Vormittag treten wir den Rückweg in Richtung Tauberbischofsheim an, wo wieder übernachtet wird. Nach dem morgendlichen Gottesdienst am 4. Wallfahrtstag brechen wir auf zur letzten Etappe nach Heidingsfeld.

Unser "Heidingsfelder Wallfahrtsbuch" ist Grundlage für Gebets- und Liedtexte. Traditionelle Gebete und Lieder wechseln sich mit zeitgemäßen Texten, Zeiten der Stille und der Besinnung ab. Eine Besonderheit ist der Bußgottesdienst in der Natur. Unterbrochen wird die Wallfahrt durch jeweils sieben sog. „Kniefälle“ an Bildstöcken oder Kapellen auf dem Hin- und Rückweg. Begleitet wird die Wallfahrt immer von einer Musikkapelle. 

Zur Durchführung der Wallfahrt wurde im Jahre 1966 ein eigener Verein gegründet. Organisiert und auch geleitet wird sie von Laien, in den vergangenen Jahren meist jedoch von einem Seelsorger oder einer Seelsorgerin begleitet.

Kontakt:
Wallfahrerverein
Würzburg-Heidingsfeld e. V.
Lissabonner Str. 23
97084  Würzburg

Vorsitzender:
Gerhard Lang, Tel. (09 31) 66 18 92

Pilgerführer:
Peter Neubert,  Tel. (09 31) 66 11 23

 


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Auszug aus Heidingsfeld
Auszug aus Heidingsfeld
Wallfahrt durch Heidingsfeld
Wallfahrt durch Heidingsfeld
Schreinerskapelle bei Walldürn
Schreinerskapelle bei Walldürn
Fall bei Glashofen
Fall bei Glashofen
Auszug aus Walldürn
Auszug aus Walldürn

Nieder-Roden

 Pilger "Sankt Matthias" Nieder-Roden

Aus unserer Pfarrei „Sankt Matthias Nieder-Roden“ sind seit vielen Generationen, über die Jahrhunderte Pilger zum Heiligen Blut nach Walldürn unterwegs. Eine zeitliche Eingrenzung ist sehr schwierig. Vermutlich könnte die Pilgerschaft zum Heiligen Blut von der Obrigkeit vor unserer Zeit angeregt worden sein. Schließlich gehörte Walldürn bis zu der Säkularisation zum Erzbistum Mainz, und die adeligen Burgherren von „Thürn“ sollen Besitzungen in unserer Gegend gehabt und Hoheitsrechte ausgeübt haben. 

Von daher kann angenommen werden, dass auch aus wirtschaftlichem Erwägen die Walldürnwallfahrt forciert worden ist. Jedenfalls kommen auch seit alters her Walldürner Händler nach Nieder-Roden, um beim Jahrmarkt zum Kirchweihfest ihre in Walldürn hergestellten Lebkuchenherzen, Magenbrot und Kunstblumen feilzubieten. So gesehen wäre die Verbindung mit Walldürn wegweisend für spätere Städtepartnerschaften gewesen.

 Wie viele Pilger sich alljährlich auf den Weg nach Walldürn begaben ist nicht bekannt. Wohl aber, dass sich der Traditionstermin, das Wochenende nach dem Dreifaltigkeitssonntag, bis in unsere Zeit halten konnte, wenn zeitweise auch nur 2 oder 3 Damen die Tradition aufrechterhielten. Nach dem Zweiten Weltkrieg haben sich in Nieder-Roden: Franziska Reichenbach, Helene Weiland, Wilhelm und Josef Schäfer mit ihrem großen, persönlichen und organisatorischen Einsatz für die Wallfahrt, die teilweise zu Fuß, mit Bus, Bahn und Fähre erfolgte, Zeichen gesetzt. Nicht unerwähnt dürfen hier die sogenannten Buswallfahrten bleiben, die zunächst von Katharina Koser und später von Elisabeth Werner organisiert wurden, so dass oftmals über 100 Pilger aus Nieder-Roden in Walldürn waren.

Als ältester Nachweis der hiesigen Wallfahrt gilt die in Stein gemeißelte Inschrift auf dem Grabstein, der eine würdige Bleibe an der Dreifaltigkeitskapelle am Friedhof an der Römerstraße (Babenhäuser Weg) finden soll. Diese Inschrift besagt, dass Anno 1705, den 17. Juni, die ehrsame Frau Anna Weiland aus Nieder-Roden in Miltenberg gestorben ist, nachdem sie in „Wallthüren“ ihre Andacht verrichtet hat. Anna Weiland ist wohl die Urahne der meisten alteingesessenen Einwohner Nieder-Rodens.

Erst seit 1983 hat sich eine Tradition der Zu-Fuß-Pilgerschaft nach Walldürn neu gebildet. Nach der Fronleichnamsprozession gehen Pilger über Babenhausen, Schaafheim, Wenigumstadt, Mömlingen, Eisenbach, Wörth am Main, Klingenberg und Großheubach zum Kloster Engelberg und von dort über Miltenberg, Wenschdorf, Gottersdorf und Gerolzahn nach Walldürn. Diese Weggemeinschaften haben bisher 95 Pilger, darunter vier geistliche Begleiter erfahren dürfen. Einige Pilger waren schon mehr als 30-mal pilgernd in Walldürn, ohne eine Ehrung dafür gewollt oder erhalten zu haben. Man ist prinzipiell wegen Pilgergemeinschaft unterwegs und erfährt dabei oft, dass auch andere der Wegbegleitung bedürfen. Aber man pilgert auch um der Ehre Gottes willen: „Gloria in excelsis Deo“ oder an J. S. Bach angelehnt: „Soli Deo Gloria.

In der Nachbargemeinde Ober-Roden hat man den oben erwähnten Gedenkstein vom Pilgertod der Frau Anna Weyland aus Nieder-Roden zum Anlass genommen ein 300-jähriges Wallfahrtsjubiläum zu feiern. Die beiden Pilgergruppen „Sankt Nazarius Ober-Roden und Sankt Mattias Nieder-Roden“ haben im Jahre 2012 gemeinschaftlich einen Bildstock in Miltenberg errichten lassen, der die gleiche Inschrift des stark verwitterten Grabsteines wiedergibt.

Es ist nun beabsichtigt, dass zusammen mit dem Heimatverein von Nieder-Roden und der Stadt Rodgau der stark verwitterte Grabstein an der Dreifaltigkeitskapelle, die mit dieser Maßnahme einer entsprechenden Renovierung unterzogen werden soll, eine würdige Bleibe finden wird. Es ist auch geplant, den alten Bildstock von der Dreifaltigkeit aufarbeiten zu lassen, um ihn in der renovierten Kapelle aufzurichten.


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Pilger1
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Ober-Roden

 Ober-Rodener Fußwallfahrt seit 1705

Alljährlich, am Montag nach Fronleichnam pilgert die Wallfahrergruppe der Katholischen Pfarrgemeinde St. Nazarius aus Rödermark/Ober-Roden mit ca. 100 Wallfahrern nach Walldürn. Die erste urkundliche Erwäh¬nung dieser Prozession geht in das Jahr 1705 zurück, wonach Pilger aus Ober-Roden und Umgebung nach Walldürn kamen.
Anlässlich der 300. Wallfahrt, im Jahr 2005, wurde vor der Basilika ein Messingstein mit Widmung eingesetzt.

Am 1. Tag, nach dem Gottesdienst um 4.30 Uhr, starten die Wallfahrer um 5.30 Uhr von der Kirche in Ober-Roden, über Babenhausen nach Großostheim. Pünktlich mit dem Mittagsgeläut werden die Pilger dort vom Pfarrer der Gemeinde in der Kirche empfangen. Während des Pilgerweges werden an 6 Stationen, passend zum jeweiligen Kirchenjahr, Lesungen und die entsprechenden Gedanken dazu, sowie die Bitten der Gemeinde vorgetragen. Die erste Wegstrecke endet gegen 16.30 Uhr und 26 km in Großheubach.

 

Der 2. Tag beginnt um 4.00 Uhr mit dem Aufstieg, über 612 Stufen, zum Kloster Engelberg. Nach dem Gottesdienst und dem Frühstück in der Klosterstube geht es um 6.30 Uhr über Miltenberg auf das schwierigste Stück der Wallfahrt „Die Steige“.
Diese Steigung fängt in Miltenberg an und endet nach 60 Minuten bergauf, auf einer Hochebene. Über  Wenschdorf, Reichardshausen und Gottersdorf werden die Wallfahrer nach 29 km gegen 15:00 in Walldürn empfangen. Auch an diesem Tag werden wieder 6 Stationen eingelegt und die Fürbitten der Gemeinde vorgetragen. Der Einzug in die Basilika ist nicht nur für die neuen, sondern für alle Wallfahrer ein immer wieder beeindruckendes und emotionales Ereignis.

Der 3. Tag beginnt mit einem Gottesdienst in der Basilika um 6.45 Uhr. Die Buswallfahrer und zahlreiche Pilger mit Autos, kommen dazu aus Ober-Roden angereist. Vor dem Frühstück wird eine Andacht an der  Muttergottesgrotte gehalten, in der Zeit bis zur Andacht  am Nachmittag, trifft man sich auf den Straßen, in Lädchen und Cafes zu einem Plausch oder nutzt die Zeit zur Kapelle am Märzenbrünnlein, über einen Meditations- und Kreuzweg zu gehen. Um 17.00 Uhr nimmt man Abschied und um 18.30 Uhr werden die Wallfahrer in Ober-Roden empfangen. Mit  einer Prozession durch die Straßen von Ober-Roden bis zur Pfarrkirche, die vom Pfarrer, den Messdienern und dem Musikverein 08 Ober-Roden begleitet wird, findet die Wallfahrt nach 3 Tagen in der Katholischen Kirche mit dem feierlichen Schlusssegen wieder ihr Ende.



Kontakt:
Klaus Brehm
Tel.: 06074/95897


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Pilgergruppe unterwegs
Pilgergruppe unterwegs

Großkrotzenburg

 

Fußwallfahrt – eine lange Tradition

Nachweislich mindestens seit 1750 findet eine Wallfahrt von Großkrotzenburg nach Walldürn statt. Währen in der Neuzeit die Wallfahrt mit Sonderzügen und Bussen durchgeführt wurde, wird seit 2004 wieder die klassische Fußwallfahrt durchgeführt. Jährlich begibt sich eine Gruppe unserer Pfarrei auf den Weg von Großkrotzenburg-Walldürn. Waren es Anfänglich nur etwas mehr als ein Dutzend Wallfahrer, so hat sich die Pilgerzahl bis zum 10 jährigen Jubiläum  in 2013 auf fast 40 Pilger gesteigert. Wer schon einmal dabei war wird bestätigen, dass diese Tage eine besondere Erfahrung für den Glauben, die Gemeinschaft und für jeden selbst darstellt.

 Die 11. Fußwallfahrt im Jahre 2014 steht unter dem Leitwort „Der Weg auf Gott zu ist der Weg zu dir selbst“. So wie in den letzten Jahren wollen wir diesen Weg der Begegnung untereinander, der Begegnung mit Gott, aber auch der Begegnung mit uns selbst wagen.

Unsere Fußwallfahrt nach Walldürn ist geprägt vom gemeinsamen erleben des Weges. Ob man im Gespräch mit den Mitwallfahrern Gedanken über „Gott und die Welt“ austauscht, oder sich etwas Zeit nimmt den eigenen Gedanken nach zuhängen bestimmt jeder Teilnehmer für sich. Der Weg wird so zum Erlebnis, zur Reise zu sich selbst, zum Mitmenschen und zu Gott.

 Die Gedankenimpulse, Gebete und gemeinsamer Gesang an prägnanten Punkten auf unserem Weg geben Leitlinie, sind aber kein starrer Rahmen, dem der Wallfahrer sich unterordnen muss. Gespräche und persönliches Nachdenken stehen im Vordergrund.

Darüber hinaus gibt es Gelegenheiten Gastfreundschaft zu erleben, zum Beispiel bei den Unterkünften auf dem Weg, beim schon traditionellen „Wallfahrerschluck“, den die Stadt Erlenbach für die Großkrotzenburger Fußwallfahrer bei der Mittagsrast am Freitag bereit hält oder beim gemeinsamen Abendessen in der Klosterschenke auf dem Engelberg bei Miltenberg.

 Weiter Informationen erhalten Sie auf der Wallfahrer-Homepage: wallfahrt.sanktlaurentius.org


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Logo Großkrotzenburg
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Pilgergruppe unterwegs

Einhausen

Bei der Fußwallfahrt 2013 der Männer nach Walldürn wurde Helmut Würsching für seine 20. Teilnahme an dieser Veranstaltung der katholischen Kirchengemeinde Einhausen vom Wallfahrtsleiter Josef Bregula mit einer Urkunde ausgezeichnet. Diese Wallfahrt, bei der rund 90 Kilometer quer durch den Odenwald zu Fuß zu bewältigen sind, findet seit Jahren am letzten Wochenende im August statt, wobei darauf geachtet wird, dass alle drei Wallfahrtstage im August liegen. Eine Ausnahme gab es bisher nur in 2013. In diesem Jahr war am 01. September der letzte Wallfahrtstag.
Nach den vorhandenen Aufzeichnungen über diese Einhäuser Walldürnwallfahrt machte Würsching im September 1989 erstmals die Tour durch den Odenwald in das Baden-Württembergischen Städtchen Walldürn. Initiator dieser Wallfahrt war Lorenz Zimmer, ein Cousin des Geehrten. Dieser hatte bei einem Fernsehbericht über die Kölner Walldürnwallfahrt spontan den Entschluss gefasst, gleichfalls zu Fuß zum „Heiligen Blut“ ins Odenwaldstädtchen zu pilgern.
Zimmer animierte damals seinen gut 10 Jahre jüngeren Cousin, ihn zu begleiten. Seine berufliche Tätigkeit verhinderte einen gemeinsamen Aufbruch, weshalb Helmut Würsching seinen Cousin erst ab dem 2. Tag von Hesselbach aus, eine an der südöstlichen Grenze von Hessen gelegene Gemeinde, begleitete. Beide übernachteten damals in Hainstadt bei einer Cousine der inzwischen verstorbenen Ehefrau von Lorenz Zimmer. Sonntags legten sie dann die letzten Kilometer nach Walldürn zurück.
Vom Oktober 1989 bis Mai 1992 war Helmut Würsching berufsbedingt in New York, sodass seinem Cousin der Begleiter für neuerliche Walldürnwallfahrten fehlte. Joseph und Richard Schaider, Bensheimer Cousins der beiden Walldürnpilger aus Einhausen, ermunterten Lorenz, sich diesbezüglich doch den Kolpingbrüder von Bensheim anzuschließen. So lernte der Diplom Ingenieur die Wege kennen, auf denen noch heute die Wallfahrer aus Einhausen gehen.
Nach einer Heiligen Messe geht's nach Bensheim, von dort weiter über Schannenbach, Krumbach und Weschnitz nach Ober-Ostern, dem Ziel des ersten Tages. Nächtigten die Kolpingbrüder am ersten Wallfahrtstag regelmäßig in einem Schulsaal in Weschnitz, so suchten sich die Einhäuser ein Gasthaus in Ober-Ostern fürs Quartier aus. Alle weiteren Stationen entsprachen denen der Bensheim Kolpingfamilie. So finden die Pilger aus dem Hessischen Ried auch heute noch in der 2. Nacht Unterkunft in Boxbrunn, teilweise im "Bayerischen Hof" oder im Pilgerheim "Sankt Josef" des Viernheimer Wallfahrtsvereins.

 

Auf dem Weg dorthin steigen sie samstags hoch zur Walburgiskapelle bei Fürth i. O. fürs Morgengebet.

 


 

 

Beim "Lärmfeuer" ist dann eine kurze Gebetsstation, ehe es zur Mittagsrast in Ober Mossau geht. Weiter lenken sie dann ihre Schritte durch den Friedwald nach Michelstadt, von wo aus sie einen steilen, schweißtreibenden halbstündigen Anstieg zum Eulbacher Park zu bewältigen haben. Am späten Nachmittag kommen sie schließlich in Boxbrunn an. Dort gestalten die Männer aus Einhausen üblicherweise - meist mit Pfarrer Norbert Eisert, dem Kolpingpräsese aus Bensheim - die Vorabendmesse.

 

Sonntags halten sie Gebetsstationen am "Zweibild", in der Kapelle von Amorsbrunn und in der Wallfahrtskirche Schneeberg. Zur letzten Rast verweilen sie schließlich in Rippberg. Danach werden die nicht enden wollenden letzten 12 Kilometer nach Walldürn in Angriff genommen.


Während der Tour mit den Pilgern aus Bensheim erzählte Lorenz hin und wieder von seiner Jagdleidenschaft. Das führte dazu, dass er versprach, ein Reh für ein die jeweilige Wallfahrt abschließendes Wildessen zu spendieren. So entstand das seit 1995 im Einhäuser Pfarrzentrum veranstaltete Wild- bzw. Wallfahreressen. Beim ersten Benefizessen im Pfarrzentrum von Einhausen waren fast nur Mitglieder der Bensheim Kolpingfamilie zugegen.
Der alljährlich durch das Essen erzielte finanzielle Überschuss ging fast immer an den Orden der „Göttlichen Vorsehung“ für deren Missionsstation in Peru. Ursächlich dafür war, dass die Tante von Zimmers Ehefrau einige Jahre Mitglied der obersten Leitung dieser Schwesterngemeinschaft war. In 2010 wurde aber auch für die Erdbebenopfer von Haiti, in 2011 und 2013 für die neue Orgel der Pfarrgemeinde St. Michael Einhausen gespendet.


Lorenz Zimmer gelang es in 1992 bei weiteren Personen aus Einhausen die Begeisterung für eine Wallfahrt nach Walldürn zu wecken. So machten sich in diesem Jahr Walter Hiemenz, Albert Junker zusammen mit ihm und seinem Cousin Helmut zur 1. Fußwallfahrt der Männer aus Einhausen auf den Weg. Ausgangspunkt dafür war – wie bei den Bensheimer Kolpingbrüder - die Kapelle des Heilig Geist Hospitals in Bensheim. Das änderte sich dann in 1995. Ab diesem Jahr ging’s von der Kirche der Pfarrgemeinde Einhausen los.
In diesem Jahr zogen bereits 20 Männer zum Odenwälder Wallfahrtsort. Die Teilnehmerzahl stieg stetig von Jahr zu Jahr. Seit 2008 lag sie nie unter 40 Wallfahrern. 2011 war sie mit 54 Personen am höchsten. Eine solch große Zahl an Teilnehmern brachte für Helmut Würsching, der sich seit 2002 um die Organisation der Wallfahrt kümmert, vor allem Unterbringungsprobleme in Boxbrunn mit sich, die nur dadurch gelöst werden konnten, dass einige Wallfahrer in Vielbrunn untergebracht und dorthin gefahren wurden.

 

Der leider im März 2013 verstorbene Kurt Wiegand nahm seit 1995 an der Pilgertour teil. Er entwarf das Deckblatt zum Begleitheft für die Wallfahrt, das Helmut Würsching seit 2002 zusammen mit seinem Sohn Bernd gestaltet, er schrieb und fertigte die Namens-Buttons für die Wallfahrtsteilnehmer, er verteilte zu Beginn der Messfeiern die von Ursula Herbert und Anita Wiegand formulierten Fürbitten für die Gottesdienst, er ersann in der Regel das alljährlich neue Leitwort für die Wallfahrt, er ließ eigens ein Kreuz auf einem Holzstab anfertigen, das stets an der Spitze der Wallfahrt getragen wird, und er war fast immer der letzte Mann der Wallfahrtsgruppe, um als „Lumpensammler“ darauf zu achten, dass niemand verlorenging. So konnte Helmut Würsching an der Spitze ein Augenmerk darauf haben, dass die richtigen Wege eingeschlagen und beim Wandertempo Rücksicht genommen wurde auf die des Wanderns etwas weniger geübten Wallfahrer.


Für die eine oder andere von Kurt erledigte Arbeit fand Würsching jetzt neue Helfer, wie beispielsweise Hartmut Würz für die Namensschilder, aber er bekam auch sein Fehlen zu spüren. Einmal konnte er aus dem hinteren Teil der Pilgergruppe nicht laut genug dem an der Spitze laufenden Träger des Kreuzes den zutreffenden Weg zurufen, wodurch ein kleiner Umweg zu laufen war, und beim Schlussgottesdienst vergaß er mal, den Text der Fürbitten auf Mitwallfahrer zu verteilen. Doch der Einhäuser Pfarrer Klaus Rein half ihm aus der Patsche.


Nach dem Schlussgottesdienst in der Wallfahrtsbasilika sind seit einigen Jahren alle Teilnehmer dieser Messfeier zu Kaffee und Kuchen im Gemeindesaal der Pfarrei St. Georg von Walldürn eingeladen. Während der Gemeindesaal renoviert wurde, konnte diese Kaffeetafel dankenswerterweise in der Geriatrie von Walldürn stattfinden.


Anfangs wurden Kaffee und Kuchen vor der Wallfahrtsbasilika im Freien angeboten. Dazu heißt es im „Bergsträßer Anzeiger“ vom 27. August 1997: „Nach dem sakramentalen Segen sorgten vor dem Gotteshaus Margret Hiemenz, Sybilla Wachtel, Ruth Zimmer sowie Anton und Maria Thoma dafür, dass die aus Einhausen gekommenen Wallfahrer sich bei Kaffe, Kuchen oder kühlen Getränken regenerierten.“ Heute bereiten Elisabeth Fuchs, Inge Schmidt, Anita Wiegand, Doris Würsching und Elfriede Würz die Kaffeetafel vor. Doris Würsching sorgt durch zahlreiche Telefongespräche dafür, dass einige Ehefrauen der wallfahrenden Männer dazu leckere Kuchen backen und kostenlos überlassen.

Einst kamen alle, die den Schlussgottesdienst in der Basilika mit den Wallfahrern feierten, mit eigenen Fahrzeugen nach Walldürn. Das ist auch heute noch so. Doch seit einigen Jahren organisiert Helmut Würsching einen Bus, der außerdem etliche Mitglieder der Einhäuser Pfarrgemeinde, darunter drei Ministranten, in den Wallfahrtsort bringt und der auf der Rückfahrt auch einige Wallfahrer an die Weschnitz zurück transportiert.

Helmut Würsching ist am Ende immer froh, wenn die Männer heil in der Basilika ankommen, denn einmal machte ein Teilnehmer auf dem steilen Weg zur Walburgiskapelle schlapp und musste nach Erbach i. O. ins Krankenhaus. Er atmet immer kräftig durch, wenn das von ihm beschaffte Begleitfahrzeug, nachdem es wieder betankt ist, ohne Schaden seinem Eigentümer zurückgegeben werden kann, denn zweimal klappte das nicht und die von ihm eigens für solche Fälle abgeschlossene Versicherung musste einen Teil der Reparaturkosten übernehmen. Außerdem ist er zufrieden, wenn er noch sonntagabends in Einhausen die leeren und vollen Getränkeflaschen abgeben und abrechnen kann, um danach beim Italiener eine Pizza mit Meeresfrüchten zu verzehren. Er weiß aber auch: Abgeschlossen ist die Wallfahrt erst mit dem Wallfahreressen zu Beginn des nächsten Jahres denn: Nach der Wallfahrt ist vor der Wallfahrt.


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Ehrung 2013
Ehrung 2013
Die Pilgergruppe an der Walburgiskapelle im Jahr 2014
Die Pilgergruppe an der Walburgiskapelle im Jahr 2014
Wallfahrtskreuz
Wallfahrtskreuz
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Schöllkrippen

Im Jahre 1980 wurde bei einem Erstkommunionausflug in der Walldürner Basilika die Idee geboren, von Schöllkrippen aus eine Fußwallfahrt zu organisieren. Schon ein Jahr später wallten rund 100 Schöllkrippener vom Kloster Engelsberg aus nach Walldürn. Die Schlagzeile einer Schöllkrippener Tageszeitung lautete: „Die erste Wallfahrt nach Walldürn, wird bestimmt nicht die letzte gewesen sein“. Ein weiteres Jahr später begann in der heimatlichen Pfarrkirche von St. Katharina die Wallfahrt mit 25 Ganzläufern. Schnell wuchs die Gruppe, heute starten in Schöllkrippen rund 150 Pilger und mehr als 250 Pilger ziehen in die Walldürner Basilika ein. Die Wegstrecke ist rund 100 Kilometer lang und wird in vier Tagesetappen zurückgelegt.

Der Wallfahrtsweg führt quer durch den Spessart an Laufach, Waldaschaff, Eichelsbach, Mönchberg und Miltenberg vorbei. Das Ziel des ersten Wallfahrtstages ist nach rund 35 Kilometern Volkersbrunn, eine Spessartgemeinde mit rund 500 Einwohnern. Dort wird meist in Privatquartieren übernachtet, für die Volkersbrunner ist dies ein Feiertag und so manche Freundschaft ist im Laufe der Jahre entstanden. Der zweite Wallfahrtstag endet nach rund 30 Kilometern im Kloster Engelsberg, wo mit einem dunkeln Bier in der Klosterschänke in geselliger Runde auf die Wallfahrt angestoßen wird. Der dritte Tag verläuft über Miltenberg die Steige hinauf nach Wenschdorf und schließlich zum Ziel der viertägigen Wallfahrt der Basilika von Walldürn.

Die Wallfahrt wird von einer Blaskapelle begleitet und viele Kinder und Jugendliche gehen die Wegstrecke nicht nur mit, sie beten auch Texte und Rosenkränze vor und gestalten eine Jugendstation. Schöllkrippens Pfarrer Adalbert Benker feiert an jedem Wallfahrtstag die Heilige Messe und bietet unterwegs Beichtgespräche an.
Senioren und ehemalige Wallfahrer schließen sich am dritten Wallfahrtstag den Wallfahrern an, und gehen soweit möglich die letzten Kilometer mit und ziehen mit in die Basilika ein. Besonders erfreulich ist für die Schöllkrippener Wallfahrt, dass organisiert von der Schöllkrippener Sozialstation „St. Hildegard“ Behinderte und Kranke ebenfalls am dritten Wallfahrtstag dazu stoßen und an der Spitze der Prozession mit in die Basilika einziehen.

Ein Höhepunkt der Schöllkrippener Wallfahrt ist die sonntägliche Eucharistiefeier mit dem Schöllkrippener Pfarrer Adalbert Benker der mit rund 20 Ministranten und den Wallfahrern aus dem oberen Kahlgrund den Festgottesdienst feiert. Dann geht es am Wallfahrtssonntag mit dem Bus zurück in den oberen Kahlgrund, zur Bambergermühle, von dort aus werden nochmals 10 Kilometer zur Schöllkrippener Pfarrkirche zurückgelegt. Gestaltet wird die Wallfahrt mit neuzeitlichen Gebeten und Texten, auch das Taizegebet ist dabei, aber auch traditionelle Gebete wie der Rosenkranz und Psalme werden gebetet

Begleitfahrzeuge nehmen das Gepäck auf, die freiwillige Feuerwehr aus Sommerkahl und Schöllkrippen sichern die Prozession ab und ein Wallfahrtsapotheker ist für die Versorgung von Blasen und anderen Problemen mit dabei. Wallfahren mit uns Schöllkrippenern heißt, mit den Füßen beten, ein paar Tage Gemeinschaft erleben, dem Alltagstrott entfliehen und gestärkt an Leib und Seele dort hin zurückzukehren.

Kontakt:
michael-zimmer@online.de

 


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Rodenbach

 

Gemeindewallfahrt nach Walldürn

 

 Wenn man in den Unterlagen der Wallfahrtsleitung von Walldürn blättert, findet man die erste Erwähnung von Rodenbach (damals noch das katholische Oberrodenbach) im Jahre 1906. Damit ist Rodenbach eine Gemeinde, die verhältnismäßig spät in den Unterlagen erscheint. Dies hat aber sicher keine Aussagekraft darüber, ab wann die Wallfahrten aus unserer Gemeinde nach Walldürn stattfanden.

Oberrodenbach gehörte von etwa 1550 als Filialgemeinde zu Großkrotzenburg. Bis etwa 1592 gingen die Oberrodenbacher auch nach Großkrotzenburg in die Kirche. Ungefähr 1592 wurde in Oberrodenbach eine eigene Kapelle gebaut. Die seelsorgerische Betreuung erfolgte aber weiterhin bis 1850 (Errichtung einer Kuratie in Oberrodenbach mit eigenem Geistlichen) von Großkrotzenburg aus. Eine große Wahrscheinlichkeit spricht also dafür, dass mindestens von 1550 bis 1850 die Oberrodenbacher das Gleiche taten, wie die Großkrotzenburger, nur dass sie als Filialgemeinde in den Wallfahrtsunterlagen nicht besonders aufgeführt wurden. Großkrotzenburg aber ging wie andere umliegende Ortschaften auch (z. B. Somborn, Alzenau) nachweislich mindestens seit 1750 nach Walldürn. (Vermutlich findet die Wallfahrt schon länger statt, denn Großkrotzenburg seinerseits gehörte zum Petersstift Mainz und von Mainz aus sind die Wallfahrten, die größtenteils per Schiff den Main aufwärts gingen, bereits vom 15. Jahrhundert nachgewiesen)

Es ist also sicher nicht übertrieben, wenn man davon ausgeht, dass die Wallfahrt nach Walldürn in unserer Gemeinde eine mehrere Jahrhunderte dauernde Tradition hat. Und diese Wallfahrt lebt noch heute. Auch in diesem Jahr gehen wieder Wallfahrer (wie in jedem Jahr) aus unserer Gemeinde nach Walldürn um "Exerzitien auf der Straße" (wie Weihbischof Kapp aus Fulda die Wallfahrt einmal nannte) zu machen. Und wer schon einmal dabei war wird bestätigen, dass diese Tage eine besonderen Glaubenserfahrung, eines ganz besonderen Erlebnisses christlicher Gemeinschaft und einer Konzentration auf einen Brennpunkt, der über das Hier und Heute hinausgeht, sind.

Nicht nur alle "alten Wallfahrer", sondern unsere ganze Gemeinde ist dazu ganz herzlich eingeladen. Auskünfte dazu erteilt gerne das Pfarrbüro, Tel. 06184-50253.


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Pilgergruppe unterwegs
Pilgergruppe unterwegs

Bad Schönborn

 

Die Fußwallfahrt von Bad Schönborn nach Walldürn

 

Wenn man die 25 Pilger aus Bad Schönborn singend mit ihrem Holzkreuz im Wallfahrtsort Walldürn ankommen sieht, wird einem die Vielfalt dieser Glaubensgemeinschaft bewusst: trotz der kleinen Gruppe ist jedes Alter vertreten und es entsteht während der dreitägigen Wanderung eine familiäre Gemeinschaft, in der - gerade wegen der geringen Teilnehmerzahl - bereichernde Gespräche, gegenseitiger Austausch und gemeinsames Beten möglich sind.

Für viele ist die Wallfahrt nach Walldürn eine "Auszeit vom Ich" geworden, obwohl die Ursprünge dieser Fußwallfahrt gerade einmal 24 Jahre zurückliegen.

Begonnen hat die Mingolsheimer Wallfahrt nämlich mit dem Besuch eines Festgottesdienstes von Karl und Renate Hoffmann in der Walldürner Basilika zur Wallfahrtszeit 1987.

Spontan entschied Karl, sich im kommenden Jahr selbst auf den Weg zu machen.

In den folgenden Jahren wuchs die Anzahl der Pilger auf 25 an. Die Nachfrage wuchs ebenfalls, doch leider können aufgrund von Schwierigkeiten bei der Unterkunft keine zusätzlichen Pilger in die Gruppe aufgenommen werden.

 Der Weg der Mingolsheimer Gruppe führt über Mühlhausen, Zuzenhausen und Neidenstein bis zur ersten Übernachtungsstätte in Schwarzach. Traditionell wird dabei am frühen Nachmittag in der kleinen Burgkapelle von Neidenstein ein Gottesdienst gefeiert.

Auch am zweiten Tag pilgert die Gruppe vorwiegend auf Feld- und Waldwegen ihrem Ziel entgegen. Nach der Überquerung des Neckars bei Neckargerach und einer kurzen Rast, erwandert die Gruppe unter Schweigen die Odenwälder Höhe im Fahrenbacher Wald und erreicht zur Mittagszeit die Kneippanlage bei Fahrenbach, deren kühles Nass die müden Beine wieder aktiviert. Über die Wanderbahn geht es nach einer ausgiebigen Pause dann weiter bis schließlich am späten Nachmittag Hollerbach erreicht wird, das Ziel des zweiten Tages.

Der dritte Tag beginnt sehr zeitig. Bereits um 6:00 Uhr starten die Wallfahrer mit einem Morgengebet ihre letzte Etappe, schließlich will man rechtzeitig zum Pontifikalamt an der Basilika St. Georg sein. Über Buchen gelangen die Pilger zum Wallfahrtsort, wo sie von Diakon Becker stets herzlich begrüßt werden.

Das Gefühl der Pilger beim gemeinsamen Einzug in die Basilika, am Ende des 95 km langen Weges, lässt sich mit Worten schwer beschreiben. Der Festgottesdienst um 9:30 Uhr ist Höhepunkt und gleichzeitig Abschluss des Weges, auf dem man gebetet, gesungen und geschwiegen, Gedanken und Sorgen geteilt, sich gegenseitig Mut gemacht, Hoffnungen ausgetauscht und Freude am Glauben gefunden hat.


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Taunusprozession

 

Chronik  der  „Taunusprozession - Walldürn"

Es ist heute nicht mehr genau festzustellen, seit wann die Taunusprozession zum Hl. Blut nach Walldürn pilgert. Zu Anfang des 19. Jahrhunderts (etwa 1820) soll die Prozession von Wicker und Weilbach am Main ihren Anfang genommen haben. Später wurde Reifenberg der Ausgangspunkt der Taunusprozession. Aus den umliegenden Ortschaften Königstein, Schlossborn, Schmitten, Seelenberg, Schwalbach usw. schlossen sich ebenfalls Pilger dieser Prozession an. In der ersten Zeit wurde der gesamte Weg zu Fuß zurückgelegt. Mit dem Aufkommen der Eisenbahn und später der übrigen Verkehrsmittel wurden dann einige Fahrstrecken eingelegt.

Bis 1922 gingen die Fußpilger den ganzen Weg bis Kleinheubach zu Fuß. Von 1922 bis1951 führte der Weg von Niedernberg über den Main nach Sulzbach, von dort aus wurde mit der Bahn nach Kleinheubach gefahren.

Etwa um 1925 hat sich die Wallfahrt in zwei Gruppen geteilt, in Fahrer und Fußgänger.

Die Fußgänger beginnen am Wochenende nach Fronleichnam die Wallfahrt, während die Fahrer erst zwei Tage später abfahren und mit den Fußgängern unterwegs am Engelberg in Großheubach zusammentreffen.

Früher wurde zu Beginn der Wallfahrt jedes Mal ein neuer „Führer" gewählt. Später wurde dieses Ehrenamt für längere Zeit ein und derselben Person übertragen. Seit 1931 wird ein Wallfahrtsteam gebildet, das zusammen mit dem Pilgerführer die Vorbereitung und Durchführung der Wallfahrt organisiert. Das Wallfahrtsteam überprüft auch die Kassenführung.

Die Taunusprozession war in Walldürn auch als die „Männerprozession" bekannt, weil an ihr im Gegensatz zu anderen Prozessionen verhältnismäßig viele Männer teilnahmen. Dies hat sich im Laufe der Zeit geändert, fanden doch auch immer mehr Frauen Zuspruch an der Wallfahrt, so dass man - abgesehen von den Fußpilgern - von einer „gemischten Prozession" sprechen kann. Das alte Wallfahrtskreuz und die Wallfahrtsfahne, die 1933 von Niederreifenberger Frauen gestiftet wurde, begleiten die Wallfahrer nach Walldürn. Eine neue Wallfahrtsfahne wurde von der Taunusprozession im Jahr 1962 angeschafft.

 

Wallfahrtsverlauf

Alljährlich am ersten Wochenende nach Fronleichnam beginnt die traditionelle „Taunusprozession" der Gemeindewallfahrt zum Heiligen Blut nach Walldürn.

Der Abmarsch der Fußpilger erfolgt um 12.00 Uhr am Goetheturm in Frankfurt-Sachsenhausen in Richtung Heusenstamm (die Abfahrt der Fahrer erfolgt zwei Tage später). Am Heusenstammer Wald wird die Wallfahrt durch den Prozessionsführer eröffnet. Nach Beendigung des 1. Betrachtungsgebetes kommt Heusenstamm in Sicht. Hier erfolgt der Einzug in die Kirche mit Gesang und Gebet. Anschließend Rast in einem Gasthaus in Heusenstamm.

Der weitere Weg führt dann mit Beginn der Gebete zur 2. Betrachtung nach Jügesheim. Nach Ankunft erfolgt der Einzug in die Kirche mit Abendmesse und gemeinsamen Abendgebet. Danach Weitermarsch bis Dudenhofen, wo derzeit übernachtet wird.

Am nächsten Morgen frühzeitiger Abmarsch in Richtung Harreshausen, wobei zuerst das Morgengebet verrichtet wird, dem sich Rosenkranz, Litanei für die Verstorbenen und die Gebete der 3. Betrachtung anschließen.

Nach kurzer Rast in Harreshausen wird der Weg fortgesetzt Richtung Großostheim. Auf dem Weg dorthin bis zur „Gänseweide" werden die Gebete der 4. Betrachtung, Rosenkranz, Litanei usw. gebetet.

 Am Ortseingang von Großostheim werden die Fußpilger von einem Bus abgeholt, der die Prozession zur Kirche in Großostheim bringt. Dort erfolgen Einzug mit Gesang, Gebete und sakramentaler Segen. Die Prozession fährt danach mit dem Bus nach Großheubach am Engelberg. Während der Fahrt werden die Gebete der 5. Betrachtung gebetet. In Großheubach ist Mittagsrast. Abends versammeln sich die Fußpilger um 18.00 Uhr auf dem Engelberg, wobei eine kurze Andacht gehalten und das Abendgebet verrichtet wird.

Am nächsten Morgen treffen die Fahrpilger (Bus) ein und die Wallfahrt wird nun gemeinsam fortgesetzt.

Nach dem Treffen an den ersten Stufen zum Kloster Engelberg erfolgt eine gemeinsame Prozession zum Kloster (612 Stufen), wobei die Gesetze des glorreichen Rosenkranzes gebetet werden. Es schließen sich Empfang vor der Klosterkirche (Bild der schmerzhaften Mutter), Einzug in die Kirche mit Amt und Segen an.

 

Nach der anschließenden  gemeinsamen Frühstückspause trifft man sich am Kirchenportal zum Pilgersegen und setzt dann die Prozession in Richtung Miltenberg über die „Maria-Hilf-Kapelle" fort. Dabei werden der schmerzhafte Rosenkranz sowie die Litanei für die Verstorbenen gebetet. An der Kapelle erfolgt eine kurze Andacht mit Marienliedern und Mariengebeten. Unterhalb des Waldes (vor Miltenberg) betet die Prozession Fürbitten und Vaterunser für die Anliegen der einzelnen Pilger. In Miltenberg wird vor der Weiterfahrt eine Sammlung für die Kosten der Prozession abgehalten.

Ab der Ortschaft Wenschdorf setzen die Fußpilger ihren Fußmarsch fort mit den Gebeten der 6. und 7. Betrachtung in Richtung Gerolzahn. In Gerolzahn Mittagspause. Danach schließt sich die letzte Fußetappe nach Walldürn an. Am Beginn eines Waldanstieges werden die „5 Wunden" gebetet und gesungen. (Lied: „O gütigster Herr Jesu Christ.."). Es folgen die Meditationen, Vaterunser in verschiedenen Anliegen, dazwischen Liedverse.

Zum Einzug in Walldürn wird die gesamte Prozession (Fußpilger und Fahrer) am Geriatriezentrum (ehem. Krankenhaus) vom Pfarrer und den Messdienern gegen 15.15 Uhr abgeholt.

 

erteilt und anschließend am Blutsaltar das Begrüßungsgebet verrichtet.

Um 18.00 Uhr treffen sich die Pilger am  Haupteingang der Basilika zur Feier an der Lourdesgrotte. Hier erfolgt eine kurze Andacht mit Mariengebeten und Marienliedern. Danach wird traditionsgemäß die Ehrung von Neulingen und Jubilaren vorgenommen. Abends Andacht und Predigt in der Basilika und evtl. Lichterprozession.

Am nächsten Morgen (Abfahrtstag) Hochamt für die Taunusprozession. (Während des Hochamtes werden evtl. Pilgerehrungen öffentlich vom Wallfahrtsleiter vorgenommen). Anschließend Besuch der Nebenaltäre in der Basilika mit Gebeten und Gesängen (jeweils passend zu den einzelnen Darstellungen der Altäre).

Abschied von Walldürn ist um 13.00 Uhr mit dem Treffen am Fahnenstand zum Abschiedsgebet vor dem Blutaltar. Anschließend Erteilung des Segens am Hochaltar, Verabschiedung und Auszug aus der Wallfahrtkirche.

 

 

Kontakt:
Reinhold Hofmann  (Pilgerführer seit 1987)
Haidgesweg 37
61389 Schmitten-Niederreifenberg

Tel. 06082/1281
E-mail: hrhofmann@online.de


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Pilgergruppe unterwegs
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Pilgergruppen aus dem Umkreis von mehr als 100 km:


Fußpilgergruppe St. Nikolaus Weiher

Bereits seit über 30 Jahren machen sich jedes Jahr Pilger zu Fuß auf den etwa 100 km langen Weg von Weiher nach Walldürn.
Begonnen hat alles im Jahr 1982 mit 22 Wallfahrern, inzwischen ist die Gemeinschaft auf ca. 45 Pilger angewachsen im Alter von Anfang 20 bis fast 80 Jahren!

Unsere Wallfahrt findet immer in der Woche nach Fronleichnam statt, die Aussendung ist donnerstagmorgens um 6.00 Uhr. Soweit es möglich ist vermeiden wir Verkehrsstraßen und gehen hauptsächlich über Feld- und Waldwege. Der Weg führt über die Weinberge bei Stettfeld, vorbei an Östringen-Odenheim, Angelbachtal und Dühren bis zum Wald vor Sinsheim, dort machen wir Mittagspause und stärken uns mit Essen und Getränken. Weiter geht es durch Sinsheim und Neckarbischofsheim, vorbei an Flinsbach nach Bargen, das unser Etappenziel am ersten Tag ist. Circa 45 km haben wir bereits hinter uns. Wir feiern in der kleinen Pfarrkirche eine Hl. Messe und übernachten im benachbarten Pfarrzentrum.

Am Freitag starten wir nach dem Morgenlob um 7.00 Uhr. Wir gehen in Richtung Obrigheim und Neckarelz nach Mosbach, haben unsere Mittagspause im Dallauer Forst und gehen weiter durch Rittersbach und Heidersbach nach Waldhausen. Hier haben wir unser Nachtquartier in der Sporthalle. Besonders schön ist die Feier der Hl. Messe auf dem Sportplatz unter freiem Himmel!
Am Samstag heißt es schon um 5.00 Uhr aufstehen, damit wir pünktlich um 6.00 Uhr aufbrechen können, ca. 20 km liegen noch vor uns.

 Wir gehen durch den Wald, lassen Hollerbach links liegen, gehen rechts an Buchen vorbei und machen an einer Feldscheune Rast. 

Schließlich erreichen wir gegen 10.30 Uhr Walldürn, wir treffen am Kreuz auf die Buswallfahrer aus Weiher und werden herzlich empfangen und begrüßt.
Höhepunkt unserer Wallfahrt ist das Pilgeramt in der Basilika, das wir zwar müde aber glücklich zusammen mit anderen Pilgergruppen feiern.
Nachdem wir 2 ½ Tage zusammen gebetet, gesungen und geschwiegen, aber auch so manch anregendes Gespräch geführt haben, nehmen wir Abschied voneinander und freuen uns bereits auf die Wallfahrt im kommenden Jahr!
Für die Pilger, die die gesamten 100 Kilometer zu Fuß zurücklegen, sind die Tage der Wallfahrt durch Wälder und Felder, in der ruhigen Natur, auch ein Ausgleich zum meist hektischen Alltag. Trotz körperlicher Anstrengungen tanken sie Kraft und Energie auf ihrem Weg.
Sehr dankbar sind wir unserem "Verpflegungsteam", drei Frauen und zwei Männer die uns während der Wallfahrt mit allem Nötigen versorgen. Sie transportieren unser Gepäck, kaufen ein, bereiten das Essen zu und bauen Tische und Bänke auf, damit die Fußpilger an jeder Station rasten und die gemeinsamen Mahlzeiten einnehmen können. Sie sind morgens die Ersten, die aufstehen und abends die Letzten, die sich schlafen legen. Ohne dieses Team wäre unsere Wallfahrt in dieser Form nicht durchzuführen!"


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Gruppenbild
Gruppenbild
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Pilgergruppe unterwegs
Pilgergruppe unterwegs

Zwischen „Rhein und Reben“ im vorderpfälzischen Tiefland gelegen, findet sich heute die verbandsfreie Gemeinde Bobenheim-Roxheim mit ca. 10 000 Einwohnern, als bevorzugter Wohnbereich im nördlichen Randbereich des siebtgrößten Verdichtungsraumes Deutschlands, dem Rhein-Neckar-Dreieck.

Wie entstand die Wallfahrtsgruppe Bobenheim-Roxheim?

Pilgerführer Heinz-Dieter Bader verbrachte einen Teil seiner Kindheit in Walldürn.
Dort hatte er als Messdiener die ersten Kontakte zur Walldürner Wallfahrt.
Im Jahr 2006 wurde von Herrn Bader die Idee geboren,  eine Fußwallfahrt von Bobenheim-Roxheim nach Walldürn durchzuführen.

Für diese Fußwallfahrt konnte er nach viel Überzeugungsarbeit seinen Sangeskollegen Herrn Heinz Förster begeistern. Pfarrer Andreas Rubel war hoch erfreut, dass in unserem Ort so etwas möglich war und unterstützte diese Wallfahrtsidee – somit war der Grundstein gelegt.
Um diese Wallfahrt planen und organisieren zu können, mussten noch einige Mitstreiter gewonnen werden. Neben Herrn Pfarrer Rubel, Heinz-Dieter Bader (Pilgerführer) und Heinz Förster (stellv. Pilgerführer/Öffentlichkeitsarbeit), komplettierten  die Herren Klaus Trutzel (Reiseorganisation/Logistik), Franz Wind (Wanderführer) und Günter Mayer (Mädchen für alles) das Wallfahrtskomitee. 2007 gesellte sich dann noch Pater Cletus Wingen von den Dominikanern aus Worms dazu.

Das Komitee traf sich jeden Dienstag zur Vorbereitung der Wallfahrt. Zunächst wurde die Strecke geplant und die Übernachtungsmöglichkeiten ausgelotet. Die Logistik,  wie Koffertransport, Tour-Verpflegung (Wasser/Obst) etc. wurde geregelt. Dann musste die geplante Wanderstrecke abgelaufen werden. Parallel dazu wurde die Werbetrommel für die Wallfahrt gerührt. Zum ersten Informationsabend fanden sich 45 Personen (38 Personen Fußwallfahrer und 7 Personen Begleitpersonal) ein.
Die erste Wallfahrt nach Walldürn fand in der Zeit vom 18. Juni bis 23. Juni 2007 statt.

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Weitere Aktivitäten der Wallfahrtsgruppe

Im Jahreskalender der Wallfahrtsgruppe sind außer der Fußwallfahrt noch einige andere Aktivitäten vermerkt.

Hier ist besonders die „Wasserprozession auf dem Roxheimer Altrhein“, die zum größten Teil von der Wallfahrtsgruppe getragen wird, hervorzuheben (3. September 2016 – 16:00 Uhr).

 

Wallfahrt zum Heiligen Blut Walldürn 2016

Am 30. Mai 2016 ist es wieder soweit – Auftakt der Wallfahrt zum Heiligen Blut nach Walldürn!
Zum 10ten male, dieses Jahr in der Zeit vom 30. Mai bis 4. Juni, macht sich die Wallfahrtsgruppe Bobenheim-Roxheim mit 60 Wallfahrerinnen und Wallfahrern, Pilgerführer Heinz-Dieter Bader, Pfarrer Andreas Rubel und Pater Cletus Wingen, auf den Weg nach Walldürn.
Die Wallfahrtsmesse in der Wallfahrtsbasilika zum Heiligen Blut, feiert in diesem Jahr – Freitag, 3. Juni, 15:30 Uhr – Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann, Bischof von Speyer.
Von Bobenheim-Roxheim aus führt uns der Weg 120 km über vier Landesgrenzen hinweg, an unser Pilgerziel Walldürn. Die herrliche Odenwaldlandschaft und die herzliche  Gastfreundschaft vieler Menschen dürfen wir in dieser Zeit genießen.
Bürstadt, Lorsch, Heppenheim, Sonderbach, Rimbach, die Tromm, Ober- und Unter-Scharbach, Wahlen, Gras-Ellenbach, Hiltersklingen, Mossautal (Daumsmühle), Erbach, Würzberg, Amorbach, Rippberg und die Beuchertsmühle liegen auf unserem Pilgerweg.


Gebete, Impulse und stilles Gehen bestimmen den Ablauf der Wallfahrtstage.
Natürlich kommt auch die private Kommunikation unter den Wallfahrtsteilnehmer/innen nicht zu kurz – ganz zu schweigen von den gemütlichen Stunden, die man beim „Odenwaldlied und dem Pfälzer Wind“ verbringt – so wie es sich halt für „Pfälzer“ gehört!


Nach der diesjährigen Wallfahrt können Sie an dieser Stelle mehr über die Wallfahrtsgruppe Bobenheim-Roxheim erfahren!
Schauen Sie ab und zu mal auf dieser Seite vorbei – es lohnt sich!

 

Weitere Informationen erhalten Sie von
Heinz-Dieter Bader (Pilgerführer)
Mail: hd.bader@t-online.de

Heinz Förster (stellv. Pilgerführer)
Mail: heinz.foerster@superkabel.de

 

... zur Homepage der Pfarrei und Kirchengemeinde Hl. Petrus Bobenheim-Roxheim


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Wallfahrtsbeginn 2015
Wallfahrtsbeginn 2015
Frauentag
Gänsemarsch
Gänsemarsch
Pfälzerwind am Walldürner Gasthaus zum Rießen
Pfälzerwind am Walldürner Gasthaus zum Rießen
Wallfahrtsgruppe
Wallfahrtsgruppe

Im Pestjahr 1682 legten die Bewohner von Küllstedt im Eichsfeld das Gelübde ab "zur Versöhnung des Allerhöchsten eine Buß-Wallfahrt nach Walldürn zur Verehrung des "heiligen Blutes Jesu Christi" durchzuführen. Die erste Wallfahrt ist für den 3. Pfingsttag 1683 (8. Juni) belegt. 18 Tage, später 15 Tage, waren die Pilger hin und zurück zu Fuß unterwegs. Im Jahre 1706 schlossen sich die Eichsfelder und die Fuldaer Walldürnpilger zusammen. An der Wallfahrt nehmen auch eine große Zahl Pilger aus Unterfranken und aus Orten am Wallfahrtsweg teil.


Die Wallfahrt "Zum Heiligen Blut" wird seit ihrer Entstehung jährlich ohne Unterbrechung durchgeführt. Weder Strafen, Gefängnis, Krieg, Hunger und Seuchen konnten die Pilger abhalten, ihren Weg zu gehen. Im Jahre 1861 kenterte eine mit Pilgern besetzte Fähre zwischen Retzbach und Zellingen im Hochwasser führenden Main. Wie durch ein Wunder wurden alle Wallfahrer gerettet. Ab dem Jahre 1892 benutzten die Eichsfelder die Bahnverbindung für die Strecke von Eschwege nach Fulda und die eigentliche Wallfahrt begann in Fulda.

 

Besonders beschwerlich waren die Wallfahrten während der Weltkriege. Es waren überwiegend Frauen, die die Sorgen und Nöte in dieser Zeit mit auf den Weg nahmen. Später verhinderte die Grenze zur DDR, dass die Wallfahrer aus dem Eichsfeld als geschlossene Gruppe nach Walldürn wallen konnten. Trotzdem nahmen unter erschwerten Bedingungen, meist Rentner, heimlich an der Fußprozession ab Fulda teil.

Seit dem Jahre 1979 hat sich eine eigenständige Gruppe aus dem Norden der Diözese Fulda mit Ausgangspunkt Baunatal auf den Weg zum Bonifatiusgrab nach Fulda gemacht und sich von dort der Walldürnwallfahrt angeschlossen. Nach der Grenzöffnung im November 1989 kommt seit dem Jahre 1990 wieder eine eigenständige Pilgergruppe aus dem Eichsfeld und führt das einstmals gegebene Gelübde fort.

 

Hatte die Pilgerzahl seit dem Jahre 1945 zwischen 9 und 429 Pilgern gelegen (Ausnahme 1947 - 1100 Pilger), so stieg sie ab dem Jubiläumsjahr 1981 (275 Jahre Walldürn - Wallfahrt) kontinuierlich an und liegt zurzeit bei ca. 1000 Wallfahrern, sowohl beim Abgang der Fußprozession in Fulda als auch bei der Ankunft in Walldürn. Erkennbar hat die Zahl der jungen Pilgerinnen und Pilger stetig zugenommen.

Im Wallfahrtsjahr 2019 gibt es von der Fuldaer-Fußwallfahrt eine tagesaktuelle Berichterstattung in den sozialen Medien der Wallfahrt und auf dem Newsblog :

Berichterstattung zur Fuldaer Fußwallfahrt im Newsblog

Weitere Infos zur Wallfahrt von Fulda nach Walldürn erhalten Sie unter www.wallduernwallfahrt.de


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Pfingstzeit - Wallfahrtszeit. Für die Menschen im Raum Köln und insbesondere in Porz-Urbach entwickelt sich an den Tagen um das Pfingstfest eine wahre Aufbruchstimmung. Grund ist die Wallfahrt zum Heiligen Blut nach Walldürn, die im Jahre 1648 ihren Beginn gefunden hat und bis heute durchgeführt wird.

 

Sieben Tage lang sind die Pilgerinnen und Pilger unterwegs, die eine Wallfahrtsstrecke von insgesamt 270 km zu bewältigen haben. Aus der Kölner Bucht führt der Weg über die Höhen des Westerwaldes nach Limburg an der Lahn, weiter durch den Goldenen Grund, über den Taunus an den bayerischen Untermain. Zur Linken steigen die Spessartberge an, zur Rechten grüßen bereits die ersten Höhen des Odenwaldes, dessen alte Pilgerwege nach Walldürn führen.

 

Die Kölner Fußwallfahrt scheint immer von Persönlichkeiten geprägt worden zu sein, die es verstanden haben die Menschen für eine Teilnahme zu interessieren und zu begeistern. Die Bruderschaft vom Kostbaren Blut mit ihrem mehrköpfigen Vorstand organisiert diese Pilgerreise, die über die 360 Jahre hinweg, was die Teilnehmerzahl angeht, immer wieder Schwanken erfahren hat, aber bis heute ununterbrochen durchgeführt wurde. Der geistliche Leiter dieser Wallfahrt ist der Präses der Bruderschaft, der Pfarrer von Porz-Urbach. Dem 1. Brudermeister fällt die organisatorische Aufgabe zu, wobei er von seinem Vorstand tatkräftig unterstützt wird.

Eine zentrale Rolle an diesen sieben Tagen der Pilgerschaft, nimmt das Rosenkranzgebet ein. Täglicher Gottesdienst, Andachten und besonders auch die Phasen der Stille, während des Laufens, geben den Teilnehmern den Ausgleich und Abstand zum oftmals hektischen Alltagsleben.

Die Kölner Fußwallfahrt wird gestützt von vielen unermüdlichen Menschen entlang des Weges, die sich um die Verpflegung und Unterkünfte kümmern. In all den vielen Jahrzehnten haben sich Pilger entlang dieses Wallfahrtsweges angeschlossen und kommen mittlerweile auch aus anderen Teilen des Bundesgebietes und des benachbarten Auslands zu dieser Wallfahrt hinzu. Zwischen 650 und 700 Pilger nehmen derzeit jährlich an der Wallfahrt teil.

Weitere Informationen:

Bruderschaft vom Kostbaren Blut
Frankfurter Straße 522 a
51145 Köln

Tel: 02203-101 5012
Fax: 02203-101 5013
Mail: pfarrbuero-urbach@t-online.de

Homepage: www.wallfahrt-koeln-wallduern.de
Facebook: www.facebook.com/koelnerfusswallfahrt

 

zum Infoflyer der Köln-Wallfahrt


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Köln